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KW 19/19: Eine andere Perspektive

Yoga lehrt uns, die Perspektive zu verändern, und in den Modus des Beobachtens zu wechseln. So entsteht eine neue Geisteshaltung.

So oft werden wir mit unseren Sinnen und der Aufmerksamkeit in die Welt nach außen gezogen – weg von uns selbst. In der Yogapraxis erinnern wir uns daher regelmäßig daran, unseren Geist zu ermutigen, den Weg wieder zurück zu gehen, und in das innere Wahrnehmen einzutauchen.

Indem wir die Aufmerksamkeit des Geistes nach innen führen, darf ein heilsamer Abstand zur Welt und ihren Stressoren entstehen. Das Zurückziehen der Aufmerksamkeit nach innen schult und fokussiert unseren Geist. Aus diesem Fokus kann ein konzentratives Beobachten entstehen – beispielsweise durch das bewusste Verfolgen und Fühlen der Atmung.

Und aus diesem wertfreien Beobachten darf sich Schritt für Schritt eine innere Ruhe des Geistes entfalten, indem es letztendlich gelingt, ihn aus der Rolle des Beobachtens zu lösen, und in die klare und wachsame Ruhe des Geistes einzutauchen.

Wir führen also die Perspektive der Wahrnehmung von außen nach innen, dort in die Rolle des Beobachtens, und schließlich in die innere Ruhe und Klarheit.

Eine andere Perspektive wird uns in der körperlichen Praxis begegnen, da wir die gewohnte Wahrnehmung der Welt mit dem Handstand umdrehen werden.

Autor

Hallo! Geboren im Ausklang der 70er Jahre, hat mich mein Lebensweg über einen kaufmännischen Beruf zum Studium der Verhaltenswissenschaften und der Sprechwissenschaft gebracht. Da rechnete ich allerdings noch nicht mit meiner Berufung, die mich zum Yogalehrer im Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland und zum Dozenten im Rahmen der Yoga-Lehrausbildung führte. Nun stehe ich hier.