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KW 15/19: Starke Schultern

Die Yogastunden führen uns in dieser Woche in Stützhaltungen, die unsere Schulterpartie stärken, und die Muskulatur kräftigen.

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Yogapraxis stetigverändert. Von ihrem ursprünglichen Gedanken, möglichst lange und schmerzfrei sitzen und meditieren zu können, haben sich immer neue Körperübungen herausdifferenziert, die die Yogapraxis zu jener machen, die uns inzwischen vertraut und bekannt geworden ist.

Aus den modernen, westlichen Yogastilen habe ich für diese Woche eine Haltung ausgesucht, die sehr gut zu unserem Monatsthema der Schultern und des Nackens passt. Es ist eine seitgestützte und rückbeugende Armhaltung, die als „Wild Thing“ oder camatkarasana bekannt geworden ist.

Gleichzeitig möchte ich gerne an einen Ursprungsgedanken über die Qualität des Übens in der Yogapraxis erinnern:

स्थिरसुखमासनम्

sthira-sukham-āsanam

Patañjali, yogasūtra 2.46

Dieser Merksatz ist sicherlich einer der bekanntesten des Yoga, und hebt hervor, wie eine Körper-Geist-Haltung ausgerichtet sein sollte:

sthira = ruhig, stabil, kraftvoll
sukha = lebendig, bequem, leicht
asana = Haltung, Stellung

Wir können diese Qualitäten auf mehreren Ebenen erfahren: Im Körper durch eine Verschmelzung von kraftvoller Stabiliät und lebendiger Leichtigkeit, während wir eine bestimmte Körperstellung erfahren. In der Atmung durch einen nährenden, kraftvollen, und gleichzeitig feinen Atemfluß, aus dem wir schöpfen dürfen. Und im Geist durch einen inneren, ruhigen Fokus und einer klaren, wachen Ausrichtung.

Autor

Hallo! Geboren im Ausklang der 70er Jahre, hat mich mein Lebensweg über einen kaufmännischen Beruf zum Studium der Verhaltenswissenschaften und der Sprechwissenschaft gebracht. Da rechnete ich allerdings noch nicht mit meiner Berufung, die mich zum Yogalehrer im Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland und zum Dozenten im Rahmen der Yoga-Lehrausbildung führte. Nun stehe ich hier.