Über das Tee trinken

Wie oft geschieht es wohl, dass wir eine Handlung ausüben, und doch mit der Aufmerksamkeit ganz woanders sind?

Trink Deinen Tee langsam und ehrfürchtig, als ob dies die Achse ist, um die die Welt sich dreht; langsam, gleichmäßig, und ohne in die Zukunft zu hetzen. Lebe diesen Moment. Das Leben ist nur dieser Augenblick.

Thích Nhất Hạnh in “Das Wunder der Achtsamkeit”

Wie oft geschieht es wohl, dass wir eine Handlung ausüben, und doch mit der Aufmerksamkeit ganz woanders sind?

Wir denken beim Frühstück an den Tag, und die Steuererklärung, und an das, was uns gestern beschäftigt hat. Wir sind in der Yogastunde, und planen während dessen die restliche Woche, anstatt uns auf uns selbst einzulassen. Wir schaffen es endlich einmal, spazieren zu gehen, und anstatt die Natur zu beobachten, ärgern wir uns über den vergangenen Streit.

Das Zitat möchte uns in Erinnerung rufen, dass wir unseren Handlungen die volle Aufmerksamkeit widmen. Wenn wir Tee trinken, dann darf es für diesen Moment das Wichtigste sein. Wenn wir frühstücken, dann frühstücken wir eben. Wenn wir abwaschen, dann waschen wir ganz einfach nur ab.

Eigentlich ganz einfach, und doch so unendlich schwierig?!