Yogastil

Willkommen in śivaśakti haṭha yoga

Mit śivaśakti haṭha yoga umarme ich die Jahrtausende alte philosophische Tradition und integriere die Einflüsse der Post-Moderne zu einem Yogastil, der die Lebendigkeit und Stabilität des Körpers spürbar werden lässt – und mit einer genussvollen Atmung sowie einem zentrierten Geist achtsam in die Gegenwärtigkeit eintaucht.

Diese Yogakunst ist in den Polaritäten von Shiva und Shakti verankert, deren Aspekte auf ausgewogene Art im Unterricht verschmelzen: Shiva („śiva“) manifestiert sich zentrierend, ruhig, kraftvoll, statisch, erdend,  aktivierend und anspannend. Shakti („śakti“) wirkt entfaltend, lebendig, sanft, dynamisch, wachsend, regenerierend und entspannend.

Die gemeinsamen Stunden zeichnen sich durch den Fokus auf die physiologisch gesunde und feingliedrige Ausrichtung des Körpers sowie eine achtsame und genussvolle Yogapraxis aus. Auf unserem Weg hin zu einer tieferen Selbst-Verbundenheit kann sich die der Einklang von Körper, Geist und Atmung harmonisch entfalten.

Die Tradition aus tiefem Respekt umarmen

Vor der tausendjährigen Tradition der Yoga-Philosophie habe ich größte Achtung und führe in meinem Yogaunterricht die Ursprünglichkeit und die Reichhaltigkeit fort, die sich aus dem Wissen der alten Quellen des Yoga schöpft.

Mit der Ursprünglichkeit des daksnacharya tantrik niswara samkhya yoga verstehe ich mich in einer philosophischen Ausrichtung verankert, die Körper und Geist in den Mittelpunkt einer freudvollen und genießenden Yogapraxis stellt.

Meine eigene Ausbildung durfte ich durch Yogacharya Ananda Leone erfahren, der mir eine unglaubliche Bereicherung war, mein Herz und den Geist öffnete, und der die Traditionen seines eigenen Lehrers Yogamahrishi Dr. Swami Gitananda weiterführt.

„If you want to be happy – do happy things, if you want do be healthy – do healthy things. And remember: Everything is important!“ (Yogamaharishi Dr. Swami Gitananda)

Die Erkenntnisse der Moderne integrieren

Mit der Ausbildung zum Sozial- und Verhaltenswissenschaftler wurde meinen Blick für die zeitgemäßen Erkenntnisse der Psychologie und Soziologie geschult. Diese sind die Schnittstelle zwischen den Erwartungen unserer postmodernen Gesellschaft und dem traditionellen Wissen des Yoga.

Einflüsse anderer Yogastile in śivaśakti haṭha yoga

Iyengar Yoga

Bellur Krishnamachar Sundararaja Iyengar war einer der herausragenden Yogameister unserer Zeit. Er hatte einen wesentlichen Anteil an der Einführung des körperzentrierten Yoga in der westlichen Gesellschaft. Ihm sind eine Vielzahl der bekannten Yogahaltungen sowie die anatomisch korrekte Ausrichtung des Körpers in der Yogapraxis zu verdanken. Mein Unterricht reflektiert diese physische Präzision, die den Körper als ein wesentliches Werkzeug des Yoga betrachtet.

Anusara Yoga

Die moderne Schule des Anusara integriert universelle Prinzipien der Ausrichtung des Körpers in die Yogapraxis, die im Wesentlichen aus einer feingliedrigen und lebendigen Ausrichtung von Muskulatur und Knochen bestehen. Eine liebevolle, herzöffnende Praxis steht im Mittelpunkt der dynamischen Yogastunde, die die tiefe Skelettmuskulatur kräftigt und die Atmung intensiviert.

Yin Yoga

Das Eintauchen in sanfte und zugleich dehnende Ruhehaltungen stellt einen wichtigen Gegenpol zum aktiven und lebendigen Teil der Yogapraxis dar. Mit den Elementen des Yin Yoga werden die Faszien und das tiefe Gewebe des Körpers erreicht. Körper und Geist lernen, in den Pausen loszulassen und zu genießen. Diesen Yogastil praktiziere ich bevorzugt im Sommer sowie im letzten Teil der Unterrichtseinheit.

Der ganzheitliche Aufbau meiner Unterrichtsstunden

Jede meiner Yogastunden ist nach einem ganzheitlichen Prinzip der Übungspraxis aufgebaut und umfasst acht einzelne Schritte, die als aṣṭāṅga sādhana bezeichnet werden:

  1. mudrā (Siegel, Geste): Das bewusste Ankommen im Unterricht und das achtsame Beobachten von Körper, Geist und Atmung. Wir ziehen unsere Gedanken zurück und schenken uns Momente des Ankommens und Zentrierens.
  2. pūjā (Ritual): Der Kontakt mit der inneren Einstellung und Haltung, wir beginnen mit einem kleinen Einstieg in eine meditative Phase. Dem Geist geben wir einen Fokus und der Stunde ein zentrales Thema, sodass wir neben der physischen Ebene auch die kognitiven Qualitäten in die Übungspraxis einbinden.
  3. mantra (Klang): Wir vokalisieren ein spezifisches Mantra, um uns auf die Übungsstunde einzustimmen, für den gemeinsamen Unterricht einzuladen und uns in der Gruppe willkommen zu heißen.
  4. kriyā (Bewegung): Eine lebendige Aktivierung des Körpers durch das Verbinden von Atem und Bewegung. Wir erwärmen die Muskulatur und stabilisieren die Gelenke, um gut auf die körperliche Yogapraxis vorbereitet zu sein und ein besseres Körpergefühl zu erhalten. Mal fordernd und zentrierend, mal lebendig und genüsslich.
  5. āsana (Stellung, innere und äußere Haltung): Der Hauptaspekt der Stunde, der den Körper in einer statisch gehaltenen Position zur Ruhe bringt und die Polaritäten von śiva und śakti mit dem Wahrnehmen von Stabilität und Leichtigkeit verschmelzen lässt.
  6. prāṇāyāma (Atemtechniken): Der Atem ist die Verbindung zwischen dem Körper und dem inneren Selbst. Hier stehen Übungen für die Verbesserung des Atemvolumens, der Atemwahrnehmung und deren Lenkung im Mittelpunkt. Eine wundervolle Ergänzung zu einer kraftvollen körperlichen Praxis; es lässt uns die Fülle und den Genuss der Atmung wiederentdecken.
  7. nispanda (Entspannung): Eine wohlverdiente Auszeit, um Körper, Geist und Seele im eigenen Zuhause ankommen zu lassen. Wir erfahren wertvolle Momente des Nachspürens, Loslassens und Regenerierens. Eine ganzheitliche Erholung auf allen Ebenen.
  8. dhāraṇā und dhyāna (Konzentration und Versenkung): Unsere abschließende Meditation, die den Geist achtsam nach innen schauen lässt und uns in den Kontakt mit einer zeitlosen inneren Stille bringt. Der Ausklang der Stunde lädt uns ein, deren zentrale Impluse aufzugreifen und in unser Alltagshandeln zu integrieren.